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Europa XX - Auf den Spuren der Minoer Europa

Zeitraum
Mitfahrer
Wo genau
km
08.10.2004 - 22.10.2004
Monika Baron
Iraklio - Perama - Panormos - Rethimno - Spili - Agia Galini - Timbaki - Agii Deka - Protoria - Pirgos - Kato Kastalina - Tsoutsoros - Keratokambos - Mirtos - Ierapetra - Pachia Ammos - Agios Nikolaos - Elounda - Kastelli - Malia - Iraklio
540

Auf den Spuren der Minoer
Eine Tandemtour über Kreta

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Bei nasskaltem Wetter kehren wir Mitte Oktober hoffungsvoll der regnerischen Heimat den Rücken. Als wir in Iraklio landen, ist es zwar dunkel, aber trocken und warm (20 °C). Erstmalig fahren wir ohne Campingausrüstung und müssen jeden Abend ein Quartier finden.

Der Himmel ist blau, die Sonne scheint – es ist wie im Hochsommer zuhause. Kreta ist bergig! Da wir die befahrene Küstenstraße nach Rethimno meiden wollen, wird uns das gleich bewusst. Die Straße windet sich Meter um Meter nach oben und gestattet bald herrliche Aussichten zurück auf Iraklio. Ab Damasta ist die Straße einfach herrlich. Bei geringem Gefälle windet Sie sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft.

Venezianisches Kastell, historische Altstadt – viel hat Rethimno zu bieten. Für uns ist es Ausgangsort zur Wanderung durch die Samaria-Schlucht. Bereits 5:50 Uhr holt uns der Bus am Hotel ab. Noch ist es kalt als wir gegen 8:15 Uhr in 1200 m Höhe die 16 km lange Wanderung durch die Schlucht beginnen, die als die größte und schönste Europas gepriesen wird. Erst sind es steile Pfade mit herrlichen Aussichten in die Pinienwälder, dann eine nur wenige Meter breite Klamm, die von senkrechten Felswänden überragt wird, die den Reiz der Landschaft ausmachen. Nur mit einem Schiff kommen wir zurück zu unserem Bus, der uns an den Ausgangsort zurückbringt.

Der Weg zur Südküste ist von Bergen geprägt. Vor uns breitet sich das, was Kreta ausmacht. Hügelketten bis zum Horizont und Olivenbäume soweit das Auge reicht. Dazwischen romantische Dörfer. Der Löwenbrunnen in Spili ist nicht nur schön anzusehen, sondern bietet ganz hervorragendes Trinkwasser. Agia Galina soll früher ein armseliges Fischerkaff gewesen sein, heute ist es ein schöner Urlaubsort. Der Küstenweg ist leider nur was für Springböcke oder mutige Fußgänger, so müssen wir doch erst über die steil ansteigende Straße ehe wir in die fruchtbare Mesara-Ebene gelangen.

Richtig spannend wird es, als wir für unsere Route einen unscheinbare weiße Linie auf der Karte ausgesucht haben, die sich ab Tsoutsouros direkt an der Südküste entlang schlängelt. Erst müssen wir einen fast 500-Meter-Pass überwinden, dann wird´s romantisch. Schmale Straßen und kaum Verkehr. Die häufigen steilen Anstiege bieten herrliche Aussichten und können die Freude nicht drüben. Unser schönes Quartier liegt direkt am Meer und die Taverne daneben. Wir genießen einen herrlich lauen Abend mit Griechischem Salat, fangfrischen Fischen und einem großen Krug voll Griechischem Wein, während unter uns die Wellen plätschern.

Zwanzig Kilometer vor der Stadt Ierapetra hat uns die Zivilisation wieder. Sie gilt als die südlichste Stadt Europas und kann eine maurisches Flair nicht verleugnen. über Agios Nikolaos erreichen wir die Nordküste, wo wir in Limin Sisiou, einem romantischen Urlauberdorf, abseits des großen Trubels zwei Tage Station machen. Eine excelente Führung in der minoischen Palastanlage von Malia stimmt uns auf die älteste europäische Kultur ein.

Dann schließt sich in Iraklio der Kreis. Zum Abschied reihen wir uns in die Menschenmassen ein, die in Knossos die prächtigste Palastanlage der Minoer in Augenschein nehmen, in der sich historische Ausgrabung und Rekonstruktion von Eavens mischen. Wir müssen in keinen vollgequetschten Bus! Der Fahrtwind spielt mit unseren Haaren, als wir zurück ins Zentrum der Hauptstadt rollen. Hier lassen wir nach 539 Kilometern und 5182 Höhenmetern bei einer übern offenen Feuer gegrillten Gyrosportion einen wunderschönen Urlaub ausklingen.

© 2000-2010 by christoph hoffmann & dr. lutz gebhardt