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Südamerika II - Von der Atacamawüste zum Titicacasee Südamerika

Zeitraum
Mitfahrer
Wo genau
km
13.10.1998 - 20.11.1998
Jens-Ulrich Groß,
Thomas Groß
Antofagasta - Calama - El Tatio - San Pedro de Atacama - Laguna Verde - Laguna Colorada - San Juan - Uyuni / Potosí - Sucre / La Paz - Puno - Juliaca - Cuzco
1910

Von der Atacamawüste zum Titicacasee
Eine Fahrradtour durch das Hochland von Chile, Bolivien und Peru

Fünf Wochen mit den Fahrrad durch die Hochgebirgswelt der Anden. Mehr als 1900 km durch unwegsames Gelände und über Pässe von fast 5000 Meter Höhe: Radfahren in einer Landschaft die ihresgleichen sucht. Dr. Lutz Gebhardt war im dreiköpfigen Team dabei!

Küstennebel liegt über der nordchilenischen Hafenstadt Antofagasta, als wir im Oktober 1998 zu unserer 1900 km langen Anden-Tour starten. Vor uns liegt die Atacamawüste, ein Landstrich, in dem seit Menschengedenken noch nie ein Tropfen Wasser fiel. Unerbittlich brennt die Sonne über der legendären Panamericana in einer kargen Landschaft, wo es keine schattenspendende Bäume gibt. Kein Strauch, kein Pflänzchen, keine Spuren erinnern hier an Leben, wären da nicht die Ruinen der Geisterstädte, die nach dem Salpeterboom vor 100 Jahren und dem abrupten Niedergang dieser Industrie in den 30er Jahren, übrig geblieben sind.

Stetig gewinnen wir an Höhe auf unserer Akklimatisationstour zu den Tatio- Geysiren. Straßen und Wegweiser sind mittlerweile nur noch der Luxus von Gestern. In einer langer Irrfahrt über Geröllpisten und Lamapfade, wo die Fahrräder geschoben und getragen, sowie Flüsse durchwatet werden mußten, erreichen wir das Geysirfeld in 4300 m Höhe. Hier erwartet uns ein grandioses Schauspiel kochender Fontänen, die dampfend in den kalten Morgenhimmel schießen.

In der Oasenstadt San Pedro de Atacama (2400 m) können wir kurz durchatmen. Vor uns liegt der 4700 m hohe Porte Zuelo-Paß, hinter dem im Südwesten Boliviens das Altiplano beginnt. Hier tauchen wir eine surreale, menschenleere Region ein: Blau, grün oder auch rot schimmernde Hochgebirgsseen mit unzähligen Flamingos, endlose Geröllwüsten und bizarre Vulkane. Dünne Luft in Höhen bis 5000 m, unbefestigte Sand- und Schotterpisten, und der gefürchtete Andensturm, der mit eisiger Kälte über die Landschaft fegt. Tage später stehen wir auf der schier unendlichen Salzfläche des Salar de Uyuni, die in einem beißend-blendenden Weiß entgegen strahlt. Aus dieser Umgebung hebt sich die mit riesigen Kakteen überwucherte Fischinsel unwirklich ab. Stunde um Stunde rollen die Reifen über die knisternden Kristalle, ehe nach mehr als 70 km wieder Festland erreicht ist.

Potosi - die höchstgelegene Großstadt der Welt mit Ihrem Cerro Rico - dem durchlöcherten Silberberg, La Paz, die legendäre bolivianische Hauptstadt und ein Abstecher in die 3000 m tiefer liegenden feuchtheißen tropischen Bergwälder - den Yungas. Alles sind bereits Stationen der Superlative, ehe dann der Titicacasee, das blaue Auge der Anden, vor uns leuchtet. Hier befinden wir uns im Herzen des Inkalandes. Noch trennen uns einige hundert Kilometer von Cusco, der einstigen Hauptstadt der Inkas, wo unsere unvergesslichen Reise mit einem Besuch der sagenumwobenen Ruinenstadt Machu Picchu ausklingt.

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung der Südamerika II Tour an:
Radschlag
© 2000-2010 by christoph hoffmann & dr. lutz gebhardt