LiLu.tk - Mit dem Fahrrad durch die Welt

Mitfahrer | Diavorträge | Links | Im Spiegel der Presse | Meine höchsten Pässe | über LiLu
ASI (1986) | ASII (1987) | ASIII (1988) | ASIV (1989) | ASV (2003) | ASVI (2006)
AFI (1992) | AFII (2007)
SAI (1997) | SAII (1998) | SAIII (2000) | SAIV (2001) | SAV (2002) | SAVI (2006)
OZI (2003) | OZII (2008)
EUI (1985) | EUII (1988) | EUXIV (1998) | EUXVI (1999) | EUXIX (2003) | EUXX (2004) | EUXXI (2005)
NAI (2005) | NAII (2008) | NAIII (2010)

Südamerika IV - Wüste, Urwald und eisige Höhen Südamerika

Zeitraum
Mitfahrer
Wo genau
km
18.10.2001 - 20.11.2001
Jens-Ulrich Groß
Arica - Putre - Lauca-NP - Patacamaya - La Paz - Caranavi - Guanay - Mapiri / La Paz - Desaguadero - Puno - Pati - Arequipa - Chivay - Cabanaconde - Huambo - Tambillo - Repartcion - Moquegua / Tacna - Arica
2057

Wüste, Urwald und eisige Höhen
Eine Fahrradtour durch das Herz der Anden

Mehr als 2050 km durch die Hochgebirgswelt der Anden. Wüste, Hochgebirge mit extrem dünner Luft und Schotterpisten, die sich immer wieder weit über die 4000-Metermarke schrauben und der extreme Kontrast des Urwaldes. Radfahren in einer Landschaft die einen alles abverlangt. Dr. Lutz Gebhardt und Jens-Ulrich Groß waren zum 4. Mal mit dem Fahrrad auf ihrem Kontinent der Träume unterwegs!

Die Tour der Extreme wurde in der Nordchilenischen Hafenstadt Arica gestartet, von der es gleich bis auf den 4670 m hohen Tambo Quemado ging, acht weitere Pässe über 4000 m Höhe sollten noch folgen. Der chilenische Lauka-Nationalpark war der erste Höhepunkt: in einen stahlblauen Himmel ragen zwei majestätische, schneeweiße Vulkanspitzen, an deren Fuß unzählige Lamas und Alpacas weiden. Dann leuchtet der Lago Chungara (4570), der als der höchst gelegene See der Welt gilt, zwischen den tristen Hügeln der Hochgebirgswüste auf. Flamingos stelzen durch das seichte Wasser während scheue Vincunias an der spärlichen Ufervegetation äsen. Auf der Wasseroberfläche spielen die Sonnenstrahlen und zaubern unvergessliche Eindrücke.

La Paz - einer der spektakulärsten Ausblicke unserer Erde, phantastisch und unbeschreibbar. Man muss sie gesehen haben, die Millionenstadt, die in einem riesigen Loch einem zu Füßen liegt, und wird den Anblick nie vergessen können.

1000 Höhenmeter über der Metropole führt die Straße über die Cordillera de Real. Dann geht es vom 4685 m hohen Paso la Cumbre bergab, über die berüchtigte Yungas-Piste tief bergab in den bolivianischen Urwald, bis es im Goldgräberkaff Guanay (460 m) nur noch mit dem Boot weiter geht. Dichte Wälder und kleine Rodungsfelder begleiten den Weg. Tropische Regenfälle und infolgedessen aufgeweichte Lehmpisten zwingen kurz hinter Mapiri leider zur Umkehr.

Zurück im Hochland bezaubert wieder der tiefblaue Titicacasee, ehe wir uns auf einer unerhört miserablen Schotterstraße auf den 300 km langen Weg nach Arequipa - die weiße Stadt Perus - machen. Der Höhepunkt der Tour ist im wahren Sinn des Wortes der "Ausflug" zum Cañon de Colca, wo wir den 4881 Meter hohen Patapampa-Pass überqueren. Beeindruckend ist der Blick in die tief eingeschnittene Colcaschlucht, die selbst den Grand Canyon übertrifft.

In einer Nacht in der Cordillera de Ampato, einer Bergkette in den Anden fällt die Temperatur auf -11°C, die nächste Nacht steht im krassen Gegensatz dazu. Nach einer Abfahrt von rund 2500 Höhenmetern kann in der lauen Nacht der peruanische Wüste fast auf den Schlafsack verzichten werden. Zuletzt führt die Tour entlang der legendären Panamericana durch die faszinierend trostlose peruanische Wüste, bis sich in der chilenischen Grenzstadt für uns der Kreis schließt und wir die Heimreise antreten.

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung der Südamerika IV Tour an:
Ortlieb Outdoor Equipment Giant Bicycles
Rad-Art
© 2000-2010 by christoph hoffmann & dr. lutz gebhardt