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Südamerika V - Von der Straße der Vulkane in den Regenwald Südamerika

Zeitraum
Mitfahrer
Wo genau
km
04.10.2002- 01.11.2002
Cornelia Groß,
Jens-Ulrich Groß
Quito - Latacunga - Ambato - Baños - Puyo - Misahuallí - Tena - Baeza - Pifo - Tambillo - Aloasí - Alluriquin - S.F.d. las Pampas / Santo Domingo / Portoviejo - Montecristi - Jipijapa - Puerto López - Salinas - Progreso - Guayaquil
1227

Von der Straße der Vulkane in den Regenwald
Eine Fahrradtour durch Ecuador

Mehr als 1220 km durch Ecuador, das kleinste Andenland Südamerikas. Mit Urwald, Hochgebirge und einer wilden Pazifikküste hat es auf engem Raum eine unvergleichliche landschaftliche Vielfalt zu bieten. Diese aus der Perspektive des Fahrradsattels zu erleben hat bei Dr. Cornelia Groß, Jens-Ulrich Groß und. Dr. Lutz Gebhardt bleibende Eindrücke hinterlassen!

Bevor es von der ecuadorianischen Hauptstadt Quito auf der Panamericana nach Süden ging, gab es den ersten Höhepunkt gut 20 km nördlich der Metropole am Monument „Mitad del Mundo“, als wir uns mit jedem Bein auf eine andere Erdhalbkugel stellen.

Auf der legendären Panamericana fahren wir von Quito durch den qualmenden Verkehr südwärts. "Straße der Vulkane" hatte Alexander von Humboldt diese beiderseits von Vulkanen eingerahmte Landschaft genannt. Am auffälligsten ist der aktive Vulkan Cotopaxi (5897 m), der sein weißes Haupt majestätisch in den blauen Himmel streckt. Dann fesselt der Anblick des Tungurahua (5023 m), der seit Wochen wieder dunkle Aschewolken in den Himmel stößt. Hier beginnt die rauschende Abfahrt durch mehrere Vegetationszonen in das Amazonas-Tiefland. Der Regenwald macht seinem Namen alle Ehre und zeigt, was man unter einem tropischen Regenguss zu verstehen hat. Feuchte Wärme treibt bei jedem Anstieg den Schweiß aus allen Poren. Im Urwald leuchten Blüten mit einer grellen Farbenpracht, die ihres gleichen sucht. Hier, wo der Dschungel alles überwuchert, bildet der das Grün zerschneidende Río Napo den besten Verkehrsweg auf dem man den Urwald erkunden kann.

Der Weg zurück ins Hochland beschert den Höhepunkt der Reise. Die Ostkordillere ist auf dem 4064 Meter hohen Paso Papallacta zu überwinden, der mit Kälte und Nebelschauern den Weg schwer macht. Zurück im Kordillerenhochtal, führt der Weg an Quito vorbei, bevor die Westkordillere als nächstes Hindernis zu überwinden ist. Der Pass liegt auf „nur“ 3300 Meter Höhe, ehe sich die Straße wieder in die Tiefe stürzt.

Seit einiger Zeit sind jeden Nachmittag Nebelschwaden und Regen unsere Begleiter. Auch die Küstenregion bringt leider nicht den ersehnten Sonnenschein. Bei 20 bis 27° C regnet es zwar kaum noch, aber bedeckter Himmel taucht alles in bleiernes Grau. Erst an den letzten zwei Tagen kämpft sich die Sonne schüchtern durch den diesigen Himmel.

Das aufgeregte Guayaquil bietet Südamerika pur. Auf breiten Straßen quirlt der Verkehr scheinbar ungeordnet, laut hupend um uns herum. Schreiende Menschenmassen bevölkern die Straßenränder. Mit und ohne Stand versucht hier fast jeder irgendetwas zu verkaufen. Un Dollar, un Dollar schallt es aus allen Richtungen - egal ob eine Digitaluhr, drei Ananas oder eine Staude Bananen an den Mann gebracht werden sollen. Am kilometerbreiten, träge dahinfliesenden Río Guayas endet die Stadt abrupt. Auch unsere Reise hat hier ihren Endpunkt erreicht. Entlang der von Autos und Menschen wimmelnden Promenadenstraße bahnen wir uns den Weg zum Flughafen.

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung der Südamerika V Tour an:
Radschlag
© 2000-2010 by christoph hoffmann & dr. lutz gebhardt